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Mimikresonanz Marlis Lamers: «Ich sehe das, was sie nicht sagen.»

Marlis Lamers ist Mimikresonanztrainerin. Im Videogespräch mit hearZONE erzählt sie uns alles, was wir zu diesem Thema wissen müssen.

Sprache ohne Worte – Die Mimikresonanzexpertin Marlis Lamers kennt sich bestens auf dem Gebiet der nonverbalen Kommunikation aus. Ihr analytischer Unternehmergeist und ihr Interesse für die motivierende Empathie führten sie zur Eilert-Akademie für emotionale Intelligenz nach Berlin. Sie absolvierte dort neben ihrem laufenden Tagesgeschäft als Geschäftsführerin einer Biogasanlage die Ausbildung zur Mimikresonanztrainerin und erhielt durch ihre neu ausgebildeten Kompetenzen ein Alleinstellungsmerkmal, welches sich gewinnbringend auf ihr Leben auswirkt. «Das Leben wird friedvoller, verständnisvoller und einfach herzlicher», so Marlis begeistert.

Ihr Expertenwissen und -fähigkeiten im Bereich der Mimikresonanz gibt sie nun seit Abschluss ihrer Ausbildung im Jahr 2014 im Rahmen von Seminaren und Vorträgen in ganz Deutschland weiter. Dank ihrer Expertenkenntnisse und ihrer mehrjährigen Seminarerfahrung weiß Marlis Lamers genau, welche Bedürfnisse ihre Kursteilnehmer haben und versucht diese möglichst zu erfüllen. Mimikresonanz ist ein Schlüssel zu einem erfüllteren Leben.

Durch die Emotionserkennungsfähigkeit erreichen wir ein besseres Verständnis dafür, wie sich unser Gesprächspartner gerade fühlt und können darauf eingehen. Leider hat in der Gesellschaft die emotionale Intelligenz im Laufe der Jahre stark abgenommen. «Bei Trump ist sehr viel Verachtung in seinem Blick, auch viel Ärger. Ebenfalls bei der AfD. Jeder kämpft nur noch mit dem Ellbogen und die Empathie nimmt immer mehr ab», so Marlis. Die Expertin erkennt mittlerweile viele der maskenhaften Gesichter in unserer Gesellschaft.

Das Lächeln ist dabei die häufig genutzte Maske. Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen einem aufgesetzten und einem echten Lächeln. «Die fehlenden Falten an den Augen sind ein Indiz dafür, dass es kein echtes Lächeln ist», erklärt Marlis. Auch erkennt Marlis die Unterschiede zwischen Wut, Trauer und Angst sehr schnell und fragt innerhalb des Gespräches vorsichtig nach, warum dieser Ausdruck aktuell präsent ist. «Wir wissen nie, warum ein Gefühl auftritt. Wenn ich im Gespräch mit meinem Gegenüber merke, dass dieser sauer ist, kann es sein, dass er einen Bus verpasst hat oder eine schlechte Nachricht erhalten hat», so Marlis.

Die mimischen Expressionen sollen Informationen nach außen weitergeben. Sie sollen unsere Mitmenschen über unseren Gemütszustand informieren. Ein Pokerface gäbe es nicht, da sich die mimischen Expressionen unserer bewussten Steuerung entziehen. Ein Pokerface bestünde daher nur, wenn der Betreffende eine Kappe trägt und eine Sonnenbrille aufsetzt. «Wenn ich sehe, dass mein Gegenüber eine Freudeexpression hat, kann ich vermuten, dass er gute Karten hat», verrät Marlis. Bei wichtigen Gesprächen legt sie Wert darauf, dass ihr Gesprächspartner die Sonnenbrille ablegt, um erkennen zu können, was seine Augen zeigen und findet, dass die Menschen insgesamt empathischer und zufriedener sind, je mehr Menschen die mimische Erkennungsfähigkeit erlernen.

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