Die Zwillingsbrüder Arne & Björn Blumeier veranstalten dieses Jahr in Wien am 6. Mai 2016 die «Austrian’s Sign Model 2016» mit österreichischen Teilnehmerinnen. Ein geändertes Konzept sorgt für Unruhe.
Nach der «International Deaf Fashion Week», «Miss & Mister Deaf Stars» sowie «Miss Deaf Germany» geht die Organisation Deaf Stars nach der österreichischen Gewinnerin Rabia Bilir (Oktoberheft Nr. 22) von «Miss Deaf Germany 2016» nach Wien/Österreich. Am 17. April 2016 wurden 6 Teilnehmerinnen ausgelost. Pia Templer, Monika Bruckbauer, Senates Müzryyen, Jennifer Schäffer, Sara Tomitz und Ivana Jeremic wurden für die diesjährigen «Austrian’s Sign Model 2016» nominiert.
Eine Kandidatin sorgt für Unruhe unter den Fans. Jennifer Schäfer, eine CODA (Kind von gehörlosen Eltern), die für den Wettbewerb nominiert wurde. Zuerst bewarben die Zwillingsbrüder die Veranstaltung unter dem Namen «Austrian’s Deaf Model 2016». Kritiker gingen auf’s Schärfste und haben den Namen der Veranstaltung aufgrund des «Deaf» angefochten, nachdem eine CODA zugelassen wurde.
«Eine hörende Frau hat mich gefragt, ob sie mitmachen könne. Sie meinte, sie hat gehörlose Eltern und beherrscht die Gebärdensprache», erklärt Björn Blumeier. «Da beim Wettbewerb die Hörfähigkeit keine Rolle spielt, fand ich die Idee toll. Gerade, weil auch Nyle DiMarco in Amerika unter den Hörenden als einziger Gehörloser mitmachen durfte und gewann. Dass CODA’s erstmals mitmachen dürfen, ist im Sinne der Inklusion.»
Kurzerhand wurde das Konzept erneuert und den Namen auf «Austrian’s Sign Model» geändert. Inklusion ist ein langer Prozess, der viele Meilensteine fordert, bis 100% Inklusion in der Gesellschaft stattfindet. «CODA’s gehören auch zur Gebärdensprachgemeinschaft. Das dürfen wir nicht vergessen!», sagt der Veranstalter ernst.
Am Freitag, den 6. Mai 2016 ab 20.00 Uhr in der Ruckergasse 30-32, 1120 Wien, findet das große Finale des österreichischen Wettbewerbs statt. Es gibt jetzt Tickets für ab 10 Euro zu bestellen unter www.deaf-stars.com.